Streichpreise – aber richtig gemacht

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem BGH, Urteil vom 5. 11. 2015 – I ZR 182/14 – Durchgestrichener Preis II sinngemäß entschieden: Der Verkehr (Verbraucher) erkennt in einer durchgestrichenen Preisangabe regelmäßig den früher von dem werbenden Unternehmer verlangten Preis.

Der Händler muss den früheren Preis auch tatsächlich über einen gewissen Zeitraum verlangt haben. Im Zweifel wird der Händler das auch beweisen müssen, und wird es, wenn er es richtig gemacht hat, auch beweisen können.

Aber Vorsicht ist geboten: Denn der BGH hatte hier nur über einen Fall zu entscheiden, in dem ein Händler seinen früheren Preis ohne weitere Erläuterung durchgestrichen und den neuen Preis angegeben hatte.

Durchgestrichene Preise sind also nicht immer, insbesondere nicht immer ohne weitere Erläuterung zulässig!

Händler werden also weiterhin Fragen haben:
– Ich will von der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers abweichen – wie geht das?
– Ich will auf den Preis eines Wettbewerbers Bezug nehmen – darf ich das, und wenn ja, wie?
– Ich habe seit 1 Woche einen Artikel, der sich zum angegebenen Preis nicht verkaufen lässt – kann ich ihn einfach durchstreichen und günstiger anbieten?
– Ich habe zehn Ladenhüter und will diese jetzt billig loswerden – wie darf ich den Preis angeben?
Wenn Sie Fragen haben, stehen wir gerne für ein unverbindliches und kostenloses* Erstgespräch (Telefonat) zur Verfügung

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Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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