Schlechte Google-Rezensionen löschen lassen

Viele Nutzer orientieren sich bei der Wahl ihres möglichen Vertragspartners an Erfahrungsberichten. Eine negative Online-Bewertungsbilanz schadet folglich der Reputation und in der Folge dem Umsatz eines Unternehmens. Es ist deshalb immer wieder ein Ärgernis, wenn man nach den Google-Bewertungen für sein Unternehmen schaut und feststellen muss, dass schlechte Rezensionen abgegeben wurden.

Diese Negativ-Bewertungen müssen aber nicht in jedem Fall hingenommen werden. 

Folgende Punkte sollte man bei einer Negativ-Rezension deshalb prüfen:

  1. Wurde die Bewertung unter dem echten Kundennamen abgegeben?

Natürlich kommt es manchmal vor, dass ein Kundenkontakt nicht glatt verläuft und gerade solche Kunden ihrem Ärger online Luft machen wollen. Jedoch sollte der Kunde auch namentlich zu seiner Kritik stehen. Wird die Bewertung unter falschem Namen, durch einen Fake-Account oder anonym abgegeben, so haben Sie grundsätzlich gute Chancen auf eine Löschung des Beitrages.

In die Löschungsabwägung spielen aber noch weitere Indikatoren hinein – bspw. ist der Nutzer zwar an sich „anonym“, hat aber bereits viele Bewertungen von Unternehmen vorgenommen und ist seit längerer Zeit aktiv, sinken Ihre Chancen auf eine Löschung wieder. Allerdings gibt es auch hierbei Möglichkeiten eine Löschung voran zu treiben.

  • Negativbewertung mit oder ohne Text?

Negative Kritik soll nachvollziehbar sein. Wird deshalb eine Ein-Stern-Bewertung abgegeben, allerdings keine Begründung mitgeliefert, sind die Chancen auf eine Entfernung wieder hoch.

Wird eine ausführliche Begründung mitgeliefert, erschwert dies eine Löschung. Aber auch hierbei gibt es Wege die Rezension entfernen zu lassen. Einer davon wäre, dass der Inhalt jeglicher Sachlichkeit entbehrt oder gar beleidigend ist. Darüber hinaus können „Bewertungs-Bots“ dahinter stecken, die automatisiert Bewertungen – meist in schlechtem Deutsch – abgeben.

  • Bestand tatsächlich Kontakt zu dem Kunden/ist der geschilderte Sachverhalt bekannt?

Weiterhin ist zu prüfen, ob Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter tatsächlich Kontakt zu dem Kunden hatte und ob sich der kritisierte Sachverhalt so oder so ähnlich zugetragen hat.

Handlungsempfehlungen:

  • Wir raten Ihnen die Rezension und Ihnen zugänglich Informationen über den Rezensenten zu sichern – per Screenshot oder Ausdruck der Kommentarseite/Profilinformationen.
  • Ist der Vorgang bekannt, suchen Sie die nötigen Geschäftsunterlagen zusammen.
  • Nutzen sie keinesfalls die Kommentarfunktion der Unternehmensseite und treten Sie nicht mit dem Bewertenden in Kontakt. Hier besteht die Gefahr, dass durch ungünstige Formulierungen, einer falschen/unglücklichen Gegendarstellung oder gar einer Eskalation ihre Löschungschancen gegen Null tendieren.
  • Suchen Sie sich anwaltlichen Rat. In einfach gelagerten Fällen, dürften Sie sich die Kosten sparen können. Sobald Sie sich aber unsicher sind oder der Fall komplexer wird, empfehlen wir dringend die Konsultation einer spezialisierten Kanzlei. Hat die Prüfungsstelle von Google einmal ein Urteil gefällt, bleibt meist nur der Klageweg, um sich der Negativrezension zu entledigen. Deshalb sollten Sie bereits bei Ihrem Antrag auf Löschung überzeugen bzw. durch eine anwaltliche Prüfung die Chancen ausloten lassen.
  • Liegt bereits eine, in Ihren Augen ungerechtfertigte, Negativ-Bescheidung durch Google vor, sollten Sie ebenfalls nicht zögern einen spezialisierten Anwalt zu kontaktieren.

Schaffen Sie Chancengleichheit! Lassen Sie sich durch uns beraten. Wir stehen Ihnen gerne für eine kostenlose Ersteinschätzung zur Verfügung.