Rechtsmissbräuchliche Massenabmahnung der Firma JuTRADO UG durch die Rechtsanwälte Richter Süme aus dem Jahre 2015: Geschädigte gesucht (Juni 2020)!

Alexander Schupp
Alexander Schupp

Im Jahre 2015 berichteten wir über zahlreiche Abmahnungen der JuTRADO UG durch die Rechtsanwälte Richter Süme.

In diesen Abmahnungen wurde den abgemahnten Spirituosenhändlern vorgeworfen, entgegen Art. 4 Abs. 3 der “EU Health-Claims-Verordnung” alkoholische Getränke (mehr als 1,2 % Vol.) als “wohltuend” zu bewerben.

Die Jutrado UG und deren Anwalt gingen damals auch gerichtlich gegen die Händler vor und verursachte bei diesen hohe Schäden, da die angerufenen Gerichte über die wahren Hintergründe der Abmahnungen getäuscht wurden und diese den Abmahnern zunächst Recht gaben.

Die Abmahnwelle endete, nachdem in einem von uns (durch Herrn Rechtsanwalt Dirk Polishuk) betreuten Fall das LG Hamburg erstmals erkannte, was das wahre Geschäftsmodell der Abmahner war:

Die Schädigung von Internethändlern und das Generieren von Rechtsanwaltsgebühren, möglicherweise auch die Hoffnung auf einträgliche Vertragsstrafen von Händlern, die so unvorsichtig waren, den beiden eine Unterlassungserklärung in die Hände zu geben.

Da war es jedoch für die geschädigten Händler bereits zu spät: kurz nachdem sie vom Landgericht die Kosten des von ihr angestrengten Verfahrens auferlegt hatte, meldete die Jutrado UG Insolvenz an – was wir übrigens als Teil des Geschäftsmodells vorhergesehen und bereits vorab als geplant angesehen haben für den Fall, dass ein Gericht so entscheiden würde. 

Wir gehen davon aus, dass es vielen Abgemahnten damals so erging und diese bis heute keinen Kostenersatz erhalten haben.

Wir berichteten hier.

Nach unserer Rechtsauffassung besteht gegen die für die Jutrado UG tätigen Personen ein persönlicher Schadensersatzanspruch wegen sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB. Dieser verjährt gemäß § 852 BGB erst nach 10 Jahren.

D.h. Betroffene können bis 2025 die ihnen entstandenen Schäden gegen die damals Verantwortlichen Personen geltend machen.

Hierbei könnte ausgerechnet einer der damaligen Initiatoren der Abmahnungen, der damalige Geschäftsführer der UG, Hilfe geleistet haben.

Dieser meldete sich – freundlicherweise unter Angabe seiner Wohnadresse –  in unserer Kanzlei mit einer Mail mit dem Betreff “LÖSCHUNG MEINER PERSONENBEZOGENEN DATEN AUF IHRER INTERNETSEITE”.

Er schreibt:

Die Abrufbarkeit von Daten im Zusammenhang mit meiner Person über Ihre Internetseite verletzt in erster Linie mich in meinen Rechten auf Achtung des Privatlebens und Schutz von personenbezogenen Daten. Auch handeln Sie vorsätzlich unrechtmäßig, weil ich Ihnen keine wirksame Einwilligung zur Nutzung meiner personenbezogenen Daten erteilt habe. Die veröffentlichten Daten sind zudem für den Zweck, für den sie Sie damals erhoben haben, nicht notwendig und mittlerweile lange überholt. Ich betreibe seit dieser Zeit keine Firma mehr und beabsichtige dies auch in Zukunkft nicht mehr!”

Diese Argumentation lesen wir häufig bzgl. unserer Beiträge zu Massenabmahnern, sie ist gerade im Hinblick auf die von Ihm verursachten Schäden zumindest als “interessant” zu bezeichnen.

Wir haben den Wunsch, dass sein Name nicht mehr hier genannt wird, berücksichtigt, meinen aber auch, dass er sich den von ihm verursachten Schäden stellen und diese kompensieren sollte.

Daher hier unser Aufruf:

Wenn auch Sie durch Abmahnungen der Jutrado UG geschädigt wurden, melden Sie sich gerne bei uns.

Rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0681 / 965916 – 80  an

Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt Alexander Schupp