IDO-Verband mahnt fehlerhafte Garantieangaben ab (Amazon-Plattform)

Der IDO Verband für Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e.V. (IDO-Verband) mahnt fehlerhafte Garantieangaben bei Angeboten auf der Amazon-Plattform ab.

Händler, die sich auf der Plattform von Amazon an bestehende Angebote bzw. bestehende ASIN anhängen, aufgepasst:

Denn uns liegt eine vom IDO-Verband ausgesprochene Abmahnung vor. Gerügt wurden unzureichende Garantieangaben und damit wettbewerbsrechtliche Verstöße.

Immer wieder findet man Angebote, in denen mit pauschalen Angaben wie „Verlängerte Garantie (Monate): 36“ geworben wird.

Das ist so nicht zulässig. Wer nicht weiß, wie mit Garantieangaben geworben werden darf, sollte auf solche Angaben entweder gänzlich verzichten oder – besser – sich anwaltlich beraten lassen und dann auf der sicheren Seite sein.

Solche Fehler lösen unnötige Kosten aus. Der IDO-Verband verlangt zwar „nur“ 195,00€ zzgl. 19% MwSt. als Aufwandsentschädigung. Diese Abmahnkosten sind aber eigentlich nie das wirkliche Problem.

Spannend wird es bei der Frage, ob eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben werden soll. Der Entwurf der strafbewehrten Unterlassungserklärung des IDO-Verbandes kann durchaus zu weit gefasst sein. Schon deshalb sollte diese nicht vorschnell und ohne anwaltliche Beratung verwendet werden.

Wer eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgibt, dann aber versehentlich erneut eine fehlerhafte Garantieangabe macht, der hat ein (Folge-) Problem: Er muss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einer neuen Abmahnung, der Geltendmachung der verwirkten Vertragsstrafe (nicht unter 1.500€) sowie mit einer neuen Unterlassungserklärung mit erhöhtem Vertragsstrafeversprechen rechnen.

Und diese Kostenspirale kann endlos weiter gedacht werden.

Unsere Empfehlungen daher:

Wichtig ist zunächst: Ignorieren Sie eine Abmahnung nicht und nehmen Sie die Ihnen gesetzte Frist ernst!

Unterschreiben Sie niemals voreilig und ohne anwaltliche Prüfung eine vorformulierte Unterlassungserklärung! Soweit tatsächlich ein Verstoß vorliegen sollte, muss im Einzelfall abgewogen werden, ob und inwieweit eine Unterlassungserklärung abgegeben wird. Kein Fall ist wie der andere!

Die Risiken einer Unterlassungserklärung können von einem Rechtslaien nur schwer eingeschätzt werden, geben Sie auch niemals sogenannte „modifizierte Unterlassungserklärungen“ aus dem Internet ab, die nichts mit Ihrer konkreten Abmahnung zu tun haben.

Eine strafbewehrte Unterlassungserklärung verpflichtet Sie lebenslang gegenüber dem Abmahner, bereits kleinste Fehler oder Unachtsamkeiten können daher zu erheblichen Vertragsstrafen führen. Ein fachkundiger Anwalt kann hier das Beste für Sie herausholen!

Nutzen Sie deshalb unser Angebot zu einem kostenlosen* Informationstelefonat und profitieren Sie von unserer Kompetenz. Wir klären Sie darin über unsere Erfahrungen und die geeignete Strategie im Umgang mit Ihrer Abmahnung auf.

Rufen Sie unverbindlich an unter der Nummer:

0681 / 965 916 80

 

Wir helfen Ihnen gerne weiter.

[* Mit Ausnahme der ggfs. anfallenden Telefongebühren Ihres Anbieters. Eine individuelle Rechtsberatung findet im Rahmen des Erstgesprächs nicht statt.]